Pflegerin begleitet ältere Dame über Krankenhausflur

Herzlich willkommen

in der Abteilung für Geriatrie der Klinik Sulingen

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, Sehr geehrte Angehörige,

wir freuen uns, dass die Menschen in Deutschland heute länger leben als früher. Gleichzeitig wissen wir, dass mit zunehmendem Alter auch gesundheitliche Herausforderungen entstehen können.

Unsere Abteilung für Geriatrie unterstützt ältere Patientinnen und Patienten in akuten Krankheitsphasen und bei der Frührehabilitation. Dabei achten wir besonders auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen. Wir möchten dazu beitragen, Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität so weit wie möglich zu erhalten.

Ein weiterer wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Begleitung in sehr schweren Krankheitsphasen. Wenn Heilung nicht mehr im Vordergrund steht, geht es darum, Beschwerden zu lindern, Geborgenheit zu schenken und ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Auch Angehörige finden in dieser Zeit Unterstützung durch unser Team.

Unser gemeinsames Ziel ist es, Ihnen und Ihren Familien in jeder Lebenssituation bestmöglich zur Seite zu stehen.

Mit ihrem Leistungsangebot ist die Abteilung für Geriatrie am Krankenhaus Sulingen der zentrale Ansprechpartner für Altersmedizin im Landkreis Diepholz.

Aktuell entsteht auch im Zentralklinikum Twistringen eine eigene geriatrische Abteilung. Dadurch soll eine lückenlose Versorgung älterer Patientinnen und Patienten im gesamten Landkreis sichergestellt werden. Mehr zum Bau des Zentralklinikums hier.

  • in der Regel ab einem Alter von 70 Jahren mit mindestens zwei chronischen behandlungsbedürftigen Erkrankungen
  • voraussichtlich nicht nur vorübergehende Fähigkeits-störungen oder drohende bzw. bereits manifeste Beeinträchtigungen, die eine Anschlussheilbehandlung ausschließen
  • kein Pflegegrad 4 oder 5
  • hinreichende körperliche und psychische Belastbarkeit
  • hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Fähigkeitsstörungen in einem angemessenen Zeitraum alltagsrelevant bessern

                                                                      oder

  • Kompensationsstrategien erlernt werden, wobei die Rehabilitationsprognose jedoch grundsätzlich als unsicher anzusehen ist
  • das Einverständnis von Patient/bevollmächtigter Person/Betreuer zur Durchführung der Maßnahme liegt vor

  • Eine spezielle Facharztbehandlung (z. B. durch Kardiologen, Unfallchirurgen, Neurologen, usw.) ist nicht (mehr) erforderlich.
  • Wichtige Lebensfunktionen (z. B. Blutdruck, Herz-Kreislauf, Atmung, Temperatur) sind noch überwachungsbedürftig.
  • Die klinische Diagnostik ist noch nicht abgeschlossen.
  • Die medizinische/medikamentöse Therapie befindet sich noch in der Einstellungsphase.
  • Die aktive Teilnahme an weiterführenden Rehabilitations-maßnahmen ist durch Begleiterkrankungen oder Komplikationen (noch) deutlich beeinträchtigt.

Zugangswege- So kommen Sie zu uns

  • mit einer haus-/fachärztlichen Einweisung
  • per Direktverlegung aus einem anderen Krankenhaus
  • als Notfallpatient über die Zentrale Notaufnahme

  • EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Lungenfunktionsdiagnostik (Spirometrie,Bodyplethysmographie), Bronchoskopie
  • Sonographie (Schilddrüse, transthorakales/ösophageales Herzecho, Lunge, Abdomen, [hirnversorgende] Gefäße, Gelenke, Weichteile)
  • Endoskopie (Gastro-/Kolo-/Rektoskopie)
  • konventionelles Röntgen
  • Computertomographie
  • Schlaflabor

  • allgemeininternistische Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Herz-/Nierenschwäche, Stoffwechselentgleisungen, Lungenerkrankungen)
  • schwerer Krankheitsverlauf nach Hirninfarkt/-blutung (z. B. Mobilitäts-/Sprech-/Sprach-/Kau-/Schluck-/Hirnleistungsstörungen)
  • Erkrankungen/Zustand nach Operationen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Wirbelsäulenleiden, Knochenbruch, Amputation)
  • verzögerter Genesungsprozess nach anderen chirurgischen Eingriffen (z. B. Bauchoperation)
  • sonstige schwere chronische Erkrankungen, (z. B. Rheuma, Parkinson-Krankheit, Krebsleiden)
  • geriatrische Syndrome (z. B. Sturzneigung, Inkontinenz, kognitive Defizite/Demenz, Seh- und Hörstörungen, Depression, Angststörung)
  • mehr als fünf verschiedene Medikamente, Fehl- und Mangelernährung, erhöhte Infektanfälligkeit, chronische Schmerzen, chronische Wunden, Sensibilitätsstörungen, häufige Krankenhausbehandlung

Um den Zustand des Patienten bei Behandlungsbeginn, im Verlauf und bei Behandlungsende beurteilen zu können, werden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die bei Auffälligkeiten ggf. um weitere Testverfahren ergänzt werden.
Unsere Standard-Assessments zur Einschätzung von Defiziten in den unterschiedlichen Bereichen sind:

  • Barthel-/Frühreha-Barthel-Index: Alltagsfähigkeiten
  • Tinetti-Test: Gehfähigkeit/Sturzgefährdung
  • Handkraftmessung: allgemeine Muskelkraft
  • Mini-Mental-Status/Uhrentest: kognitive Fähigkeiten
  • Depression im Alter–Skala: Stimmungslage

Unser Team

In der Geriatrie werden Patienten stets ganzheitlich behandelt. Dazu steht das geriatrische Team aus verschiedenen Berufs-gruppen mit sich ergänzenden Aufgabenbereichen bereit:

  • Ärztlicher Dienst: medizinische Diagnostik/Therapie, Gesamtverantwortung
  • Pflege: Grund-/Behandlungspflege, Aktivierung
  • Physio/Ergotherapie: Mobilisierung, Förderung von Alltagsfähigkeiten
  • Logopädie: Verbesserung von Sprech-, Sprach-, Kau- und Schluckfunktionen
  • Psychologie: Diagnostik, Krankheitsbewältigung, psychische Stabilisierung
  • Sozialdienst: Klärung/Unterstützung bei der weiteren Versorgung
  • Sanitätshaus/Orthopädietechnik: Hilfsmittelversorgung
  • Ernährungsberatung: Empfehlung bei Fehl-/Mangelernährung
  • Seelsorge: Krankheitsbewältigung, spirituelle Begleitung
Platzhalterbild Herr Aleks

Oberarzt

Alex Aleks

Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie

ständiger Chefarztvertreter