Krankenhausflur mit Pflegern die sich austauschen und einem Pfleger der ein leeres Bett schiebt.

Hypnose auch in der Intensivmedizin - Klinik-Mitarbeiterin Nicole Meyer-Uffenbrink stellt Abschlussarbeit vor

Diepholz

Diepholz – „Hypnotische Kommunikation mit Notfallpatienten und ihre Anwendungsmöglichkeiten im Anästhesie und Intensivbereich“ – so lautet der Titel der Arbeit, mit der Nicole Meyer-Uffenbrink, Mitarbeiterin der Klinik Diepholz, beim Bremer Symposium erfolgreich war. Das teilt der Klinikverbund jetzt mit.

Meyer-Uffenbrink arbeitet schon seit ihrer Ausbildung 1995 in der Klinik Diepholz. Derzeit befindet sie sich in der zweijährigen Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivmedizin an der Schule für Pflegeberufe St. Franziskus in Cloppenburg, die sie in Kürze beenden werde, so die Mitteilung. Mit ihrer Abschlussarbeit nahm sie kürzlich am Bremer Symposium teil. Dort wird einmal im Jahr der Hansepreis für eine pflegepraktische Arbeit verliehen und Meyer-Uffenbrink erlangte im Vortragswettbewerb den zweiten Platz.

Vor einem Publikum von 300 Menschen stellte sie als erste Teilnehmerin ihre Abschlussarbeit vor. Das Thema ihrer Arbeit und damit der 30 minütigen Präsentation ist für den Intensivbereich nach Angaben von Meyer-Uffenbrink noch relativ neu. Dementsprechend habe sich die Suche nach Literatur als relativ schwierig erwiesen. In ihren Recherchen bezog sich die Mitarbeiterin der Intensivmedizin der Klinik Diepholz auf das deutschlandweit einzige Ausbildungsinstitut für Notfallhypnose in Bremen, so die Mitteilung.

Das Prinzip höre sich einfacher an als es ist: Dem Patienten in der Notlage werde ein positiver Ausweg aus der Situation aufgezeigt. Dabei könne eine messbare Veränderung des Zustandes in Atem- und Herzfrequenz von Patientinnen und Patienten beispielsweise in Schocksituationen erwirkt werden. Sie selbst hat diese Methode erfolgreich bei Patientinnen und Patienten in der Klinik Diepholz mit beginnenden Panikattacken und bei Atmungsstörungen anwenden können, so die Mitteilung. „Die Patienten werden deutlich ruhiger und können dann besser behandelt werden“, berichtet Meyer-Uffenbrink.

Trotzdem sei es keine Therapie, unterstreicht sie. „Die Notfallhypnose ist zu einhundert Prozent selbstwirksam. Das heißt, dass der Patient selbst entscheidet, ob er die Hilfestellung annehmen will.“ Manche Menschen seien in der Hinsicht einfach resistent, berichtet Meyer-Uffenbrink.

 

 

Artikel erschienen in der Kreiszeitung am Donnerstag, den 26.März 2020

In ihrer Abschlussarbeit beschäftigt sich Klinik-Mitarbeiterin Nicole Meyer-Uffenbrink mit den einsatzmöglichkeiten von Notfallhypnose. Foto: Kilinik Diepholz